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BPM nach Genre
Jedes Genre hat ein Tempo, in dem es zu Hause ist. House um 128, Drum and Bass um 174, Hip-Hop um 90 — keine Regeln, sondern der Bereich, in dem eine Platte nach dem klingt, was sie sein will. Hier sind diese Bereiche für rund vierzig Stile, und der Grund, warum bei einigen davon das Halbe oder das Doppelte herauskommt.
Wenn du die Zahl für einen bestimmten Track brauchst: tipp ihn auf dem Zähler mit — vier Taps reichen.
Elektronisch und Dance
| Genre | BPM | Anmerkung |
|---|---|---|
| Downtempo, Chillout | 60–90 | Gebaut, um unter einem Raum zu liegen, nicht ihn zu bewegen. |
| Trip-Hop | 60–90 | Hip-Hop-Drums, verlangsamt und mit mehr Luft. |
| Lo-Fi Hip-Hop | 70–90 | Das Tempo der Lern-Playlists. |
| Moombahton | 106–112 | House auf Reggaeton-Tempo gebremst — genau das war die Idee. |
| Disco | 110–130 | Der Viervierteltakt, auf dem alles andere aufbaut. |
| Deep House | 115–125 | |
| House | 118–130 | 128 ist der Club-Standard. |
| Tech House | 122–128 | Enger als House selbst, selten außerhalb dieses Fensters. |
| Progressive House | 124–130 | |
| Breakbeat, Big Beat | 125–140 | |
| UK Garage, 2-Step | 130–140 | Geshuffelt, zählt also langsamer, als es sich anfühlt. |
| Trance | 130–145 | Uplifting Trance liegt am oberen Rand. |
| Techno | 130–150 | Berliner Club-Techno meist 132–140. |
| Dubstep | 140 | Fast immer exakt 140 — gefühlt aber 70. |
| Trap (EDM) | 140–160 | Gefühlt 70–80. |
| Future Bass | 140–160 | |
| Hardstyle | 145–160 | |
| Jungle | 160–180 | Gleiches Tempo wie Drum and Bass, dichtere Breaks. |
| Drum and Bass | 165–180 | 174 ist praktisch der Standard. |
| Hardcore, Gabber | 160–200+ | Speedcore geht über 300 und sagt dann wenig aus. |
Bands, Songs und alles andere
| Genre | BPM | Anmerkung |
|---|---|---|
| Ballade | 60–80 | Langsam genug, dass die Stimme die Zeit vorgibt, nicht das Schlagzeug. |
| R&B, Soul-Ballade | 60–90 | |
| Reggae | 60–90 | Der Skank liegt zwischen den Schlägen — tipp die Bassdrum. |
| Blues | 60–100 | Shuffle-Blues zählt langsamer, als er sich anfühlt. |
| Hip-Hop, Boom Bap | 80–100 | 90 ist die Mitte. |
| Cumbia | 85–110 | |
| Reggaeton | 90–100 | Das Dembow-Muster variiert kaum im Tempo. |
| Dancehall | 90–110 | |
| Country | 90–130 | |
| Samba | 96–104 | Oft halb notiert und in Zweiern gezählt. |
| Funk, Soul | 100–120 | |
| Pop | 100–130 | Chart-Singles sammeln sich um 120. |
| Rock | 100–140 | |
| Afrobeats | 100–115 | |
| Amapiano | 110–115 | Absichtlich eng — die Log Drum braucht den Platz. |
| Bachata | 120–140 | |
| Jazz, Swing | 120–200 | Von Ballade bis Up-Tempo ist alles dabei; das Feel zählt mehr als die Zahl. |
| Drill | 138–145 | Schnell geschrieben, halb gefühlt — also um 70. |
| Metal | 100–180 | Blastbeats werden doppelt gezählt. |
| Salsa | 150–250 | In schnellen Vierteln gezählt, daher die extrem wirkende Zahl. |
| Punk | 150–200 |
Bereiche, keine Regeln. Zu jedem davon gibt es Platten außerhalb des Bereichs, die trotzdem unverkennbar dieses Genre sind.
Warum manche Genres halb so schnell herauskommen
Dubstep wird mit 140 BPM produziert. Tippst du mit, bekommst du wahrscheinlich 70. Keine der beiden Zahlen ist falsch — die Snare sitzt auf der Drei statt auf Zwei und Vier, das Muster braucht also doppelt so lange, während die Hi-Hats den schnelleren Puls halten. Wer im Sequenzer arbeitet, braucht 140; wer dazu Schlagzeug spielt, zählt 70.
Dieselbe Spaltung zieht sich durch Trap, Drill und Half-Time-Drum-and-Bass. Wenn dein Wert exakt das Halbe oder das Doppelte des Erwarteten ist, ist genau das passiert: Du hast einen echten Puls getippt, nur nicht den, zu dem produziert wurde. Halbieren oder verdoppeln, und beide stimmen.
Die App nimmt dir das ab. Sie merkt, wenn eine Folge von Taps halb oder doppelt so schnell landet wie der Anfang, korrigiert das, und kann beide Zahlen gleichzeitig anzeigen — damit du auf der Bühne nicht rechnen musst.
Die acht Bänder, nach denen BPMcountR färbt
Die App legt auf jedes gemessene Tempo eine Farbe und eine Zeile Beschreibung, damit du weißt, in welcher Welt du bist, bevor du darüber nachgedacht hast. Das sind ihre Grenzen — dieselbe Tabelle, die auch den Zähler auf der Startseite färbt.
| BPM | Band | Liest sich als |
|---|---|---|
| unter 70 | Langsam / Ambient | Balladen, Downtempo |
| 70–89 | Kopfnicken | Lo-Fi- und Hip-Hop-Grooves |
| 90–109 | Pop / Mid-Tempo | Entspannter Dance-Feel |
| 110–130 | House | Clubtauglicher Groove |
| 131–139 | Techno | Treibend, hypnotisch |
| 140–159 | Trap / Dubstep / Future Bass | Heftige Bass-Drops |
| 160–179 | Drum and Bass | Schnelle Breakbeats |
| ab 180 | Hardcore / Speedcore | Extremes Tempo |
Dass House bis 130 läuft und nicht bei 128 endet, ist Absicht: 128 ist das mit Abstand häufigste Club-Tempo, und eine Grenze darunter hätte die Hälfte aller House-Platten auf die Techno-Seite geschoben.
Häufige Fragen
Wie viele BPM hat House?
House liegt zwischen 118 und 130 BPM, und 128 ist das Tempo, auf dem die meisten Club-Platten landen. Deep House läuft langsamer, etwa 115 bis 125; Tech House drängt sich eng bei 122 bis 128. Unter etwa 115 fängt es an, nach Disco oder Nu-Disco zu klingen, über 130 liest sich derselbe Viervierteltakt als Techno.
Wie viele BPM hat Drum and Bass?
Drum and Bass läuft mit 165 bis 180 BPM, und 174 ist so etwas wie der Standard. Der Breakbeat bewegt sich in diesem Tempo, die Bassline darunter nur halb so schnell — deshalb wirkt die Musik gleichzeitig schnell und schwer. Jungle nutzt denselben Bereich mit dichteren Breaks.
Wie viele BPM hat Hip-Hop?
Klassischer Hip-Hop und Boom Bap liegen zwischen 80 und 100 BPM, mit 90 als Mitte. Lo-Fi bleibt mit 70 bis 90 darunter. Moderner Trap und Drill werden mit 130 bis 160 BPM geschrieben, aber halb so schnell gefühlt — deshalb zählt ein Trap-Beat mit 140 genauso wie ein Hip-Hop-Beat mit 70.
Wie viele BPM hat Dubstep?
Dubstep wird fast ausnahmslos mit 140 BPM produziert, aber die Snare sitzt auf der Drei statt auf Zwei und Vier — deshalb fühlt es sich wie 70 an. Beide Zahlen beschreiben dieselbe Platte. Tippst du die Snare mit, bekommst du 70; tippst du die Hi-Hats, bekommst du 140.
Wie viele BPM hat ein typischer Popsong?
Die meiste Popmusik liegt zwischen 100 und 130 BPM. Chart-Singles sammeln sich um 120, Balladen fallen auf 60 bis 80, und alles mit Dance-Produktion borgt sich das House-Tempo von 120 bis 128.
Warum kommt bei mir das Halbe oder das Doppelte heraus?
Weil du einen anderen Puls getippt hast als den, den der Produzent gezählt hat. Beide Werte stimmen — 140 und 70 beschreiben denselben Dubstep-Track, sie zählen ihn nur unterschiedlich. Nimm den Puls, zu dem du mit dem Kopf nicken würdest, und wenn du die andere Zahl brauchst, halbier oder verdopple sie.
Das Tempo deines eigenen Tracks finden
Die Tabelle bringt dich in die Nähe. Für eine konkrete Platte: tipp sie auf dem Zähler mit — vier Taps, und die Zahl steht.
Oder lass es die App machen: BPMcountR hört den Beat über das Mikrofon, spielt ihn als Metronom in jeder Taktart zurück und behält jedes gemessene Tempo für die nächste Probe.